Violas Vermächtnis

Violas Vermächtnis

Violas Vermächtnis – So nah kann nur der Himmel sein

„So nah kann nur der Himmel sein“ ist eine Geschichte, die 1997 in einem Kaufhausrestaurant in Baden-Baden ihren gedanklichen Anfang nahm und dann trotzdem noch mehr als ein ganzes Jahrzehnt in der Schublade des Computers im Tiefschlaf verbrachte.

Ein Rückblick auf die Entstehung des Romans in meinem Blog:

Rückblick auf Violas Vermächtnis

 

 

Violas Vermächtnis

Die Geschichte zweier Schicksale, die sich vor der prachtvollen, geschichtsträchtigen Kulisse der Kurstadt Baden-Baden begegnen.
Renate steht vor dem beruflichen und privaten Scherbenhaufen ihres Lebens. Doch dies bleibt nicht der einzige Schicksalsschlag, den sie einstecken muss. Im Kampf um ihre Existenz erkennt Renate schließlich die Magie des Zufalls und die starke Kraft zwischen Himmel und Erde.

Auch Gero macht eine schwere Zeit durch. Als seine Schwester Viola stirbt, bittet sie ihn, eine Frau zu finden, die seine Hilfe braucht. Doch wie kann Gero diese Frau finden? Wann und unter welchen Umständen wird er ihr begegnen? Durch Zufall?

Oder wird auch der Himmel seine Finger im Spiel haben?

Die Fragen und Antworten auf Zufälle und andere mystische Zufälligkeiten in verschiedenen Lebenssituationen unserer Zeit sind die perfekte Würze dieses Romans.

Mehr als 20 Schwarzweiß-Fotos führen die Leser*innen an die Schauplätze in Baden-Baden.

 

Print  9783753454900
Ebook 9783753492650

 

Leseprobe

Mitten in der Nacht rief sie ihn mit leiser und brüchiger Stimme. „Gero? Bist du da?“
Sofort war Gero hellwach. Er hatte mittlerweile gelernt, nur oberflächlich zu schlafen, um sofort für Viola da sein zu können. Er wusste, dass er jeden Moment für sie da sein musste „Ich bin hier, ich bleibe an deinem Bett.“
„Gero, ich hatte einen Traum“, flüsterte sie.
„Was hast du denn geträumt, meine Kleine?“
Er musste sich ganz nah an ihr Gesicht beugen.
Ihre Stimme war so leise, dass er sie kaum verstehen konnte. Zärtlich nahm er ihre eiskalte Hand.
„Mir ist eine Frau begegnet auf einer hell erleuchteten Straße“, erzählte Viola.
„Hat sie etwas zu dir gesagt?“, fragte er.
„Ja. Sie hat mich angelächelt und mir gesagt, dass es sehr schön ist, da hinten im Licht.“
Gero kamen die Tränen, und er versuchte, sie mit aller Macht und aller Kraft zu verbergen.
„Wir haben uns auf eine Bank gesetzt, und sie hat ihren Arm um mich gelegt. Es dauerte eine Weile, bis sie mit mir sprach.“
Viola machte eine kurze Pause, bevor sie weitersprach. „Sie sagte zu mir: ‘Ich habe eine Tochter. Sie ist ungefähr so alt wie Sie. Sie ist da unten, da, wo Sie jetzt noch sind, und sie malt genau so gerne wie Sie. Aber ihr geht es nicht gut. Sie muss seit Jahren kämpfen auf dieser Welt, immer wieder kämpfen, und ich kann ihr nicht mehr helfen. Sagen Sie Bescheid, bevor Sie gehen, dass sich jemand um mein Kind kümmern soll.’ Ja, so sagte sie zu mir.“
Gero spürte es genau. Dieses Gespräch war für Viola sehr anstrengend.
„Verstehst du, was sie meinte?“, fragte Viola.

„Was denkst du denn, was sie damit gemeint hat?“, fragte Gero zurück.
Er konnte das Ganze nicht verstehen. Es war ihm zu mystisch, und damit war er noch nie in seinem Leben konfrontiert worden. Es war nicht seine Welt.
„Ich soll Bescheid sagen. Sie ist auch eine Frau, die gerne malt“, wiederholte Viola sehr nachdenklich.
Gero sah, wie seine Schwester sich ernsthaft Gedanken über ihren Traum machte. Dann schwiegen sie beide für eine Weile.
„Gero, ich denke, du wirst eines Tages eine Frau treffen, die deine Hilfe braucht. Bewahre meine Galerie für sie auf und helfe ihr in ihrem wahrscheinlich schweren Leben“, bat Viola.
„Das mache ich gerne“, versprach er ihr.
„Ich habe mich oft gefragt, was mich dazu getrieben hat, trotz meiner schweren Krankheit eine Galerie zu eröffnen. Jetzt ist alles klar und deutlich. Nichts ist umsonst, alles hat seinen Grund“, erklärte sie ihm mit letzter Anstrengung.
Gero wusste nicht, was er darauf sagen sollte. Er war ein Realitätsmensch und verwundert über die ganz klare und bestimmte Schlussfolgerung seiner Schwester.
Es war ihm unheimlich. Er konnte nicht damit umgehen und ließ seinen Tränen freien Lauf. Es war fast dunkel im Zimmer. Viola lag in seinen Armen, ganz still. Er blickte sie an und sie öffnete die Augen.

Jetzt kommt eine Neuauflage von „So nah kann nur der Himmel sein“. Das Buch erscheint im neuen Cover, neuem Klappentext, neuer Titel und der bisherige Titel wird zum Untertitel.

„Fiolas Vermächtnis“- So nah kann nur der Himmel sein

„So nah kann nur der Himmel sein“ ist eine Geschichte, die 1997 in einem Kaufhausrestaurant in Baden-Baden ihren gedanklichen Anfang nahm und dann trotzdem noch mehr als ein ganzes Jahrzehnt in der Schublade des Computers im Tiefschlaf verbrachte.

Mehr als drei Jahre feilte ich dann immer wieder an den Lebensläufen der Protagonisten, damit sie möglichst nicht langweilen.

Eine Rolle spielten auch meine immer wiederkehrenden Gedanken zu den Zufällen des Lebens, die uns Menschen manchmal positiv beeinflussen, aber auch gelegentlich zu Entscheidungen führen, die man besser gelassen hätte.

Auch der Zugang zu seelischem Halt und Unterstützung in schweren Phasen, sowie der Umgang mit dem Verlust geliebter Menschen hat sehr viele Facetten, die mich hin und wieder beschäftigen.

In dieser ganzen Zeit gewann ich die Erkenntnis, dass ein Buch niemals nur aus der Fantasie und aus dem Erfinden von Geschehnissen entsteht. Es ist immer eine bunte Mischung aus Erfahrung, Beobachtung, Erlebtem und wegen der Spannung auch viel Erfundenem.

Herausgekommen ist ein Roman der über den schweren Umgang mit Niederlagen, Misserfolgen, Krankheit und auch mit dem Tod erzählt. Er schildert den Spagat zwischen der Resignation und dem sich Wiederaufrichten, zwischen der Verzweiflung und der Hoffnung, zwischen Güte, Zuneigung und menschlicher Niedertracht.

 

Mein Buch ist natürlich auch eine Hommage an meine Heimat Baden-Württemberg und an die Stadt Baden-Baden mit all ihren Sehenswürdigkeiten und ihrer glanzvollen Vergangenheit.

Kommen Sie mit und bewundern Sie, während Sie den Menschen in dieser Geschichte folgen, ganz nebenbei einige Sehenswürdigkeiten der Stadt Baden-Baden.

Begleiten Sie auf den dazugehörigen Fotos meine Protagonisten zu den Häusern, Straßen und Plätzen, an denen sie ihre Geschichte erleben und durchleben, und tauchen Sie mit mir in die Geschichte um diese zwei Familien ein, die neben ihrem Alltag, bisweilen auch etwas mystisch mit dem Zufall des Lebens unterwegs sind.

Buch 9783753454900
E-Book 9783753492650